Sein Wunsch – mein Problem
Chef:“Wenn Du mal 3 Kunden drauf hast, 2 haste fertig, zum dritten brauchst Du aber noch 2 Stunden, dann fährst Du da noch hin, auch wenn die Lenkzeit herum ist!“
Turboprinz:“Dann mache ich aber vorher nochmal mindestens 1 Stunde Pause, denn ich fliege bestimmt nicht als Scheintoter über die Bahn!“
(Chef macht ein dummes Gesicht) – Gespräch beendet.
Das ist deutscher Trucker-Alltag!
Hätte ich nein gesagt, wäre ich jetzt arbeitslos!
Hätte ich einfach ja gesagt, wäre ich meinen Führerschein nicht wert!

Noch so einer!
Wird das jetzt Mode, das Kraftfahrer öffentlich auspacken und ihre Firmen schlecht machen?
Seid doch froh, dass ihr einen Job habt
@jericho
Deine Adresse hätte ich gerne. Dann würde ich nach 16 Stunden Lenkzeit mit meinem 40 Tonner an deiner Haustür vorbeifahren, und hoffen das ich jemanden anfahre, der dir nahe steht. Und dir würde ich dann mit eim Lächeln sagen: Hauptsache ist, ich habe einen Job.
Denke mal druber nach ob deine Einstellung wirklich richtig ist.
Ich finde das gut das mal welche den Mund aufmachen und auch mal der *nicht Kraftfahrer* weiß unter welchen Umständen unsere Güter transportiert werden! Den wenn Euch ein LKW zu nahe oder sogar noch näher kommt, findet Ihr das auch nicht witzig und dann ist das der böse „Brummifahrer“(der mit der Pistole im Nacken, Angst um den Job hat)!
@Jericho:
Ich kann mich der Meinung von Turboprinz, Goldy und Susanne nur anschliessen!
Es kann nicht sein, dass ein Berufskraftfahrer permanent über das Limit heraus „Cheffe sein Bock“ kutschen muss, aber gleichzeitig Angst um seinen Job haben muss, wenn er mal sagt „Stop, so nicht“.
Diese Friss-oder-Stirb-Mentalität in diesem Lande mag für Unternehmer zwar recht vorteilhaft sein, aber speziell für Berufskraftfahrer ist das eine lebensgefährliche Situation!
Entweder der Fahrer erleidet irgendwann einen Herzinfarkt und donnert in einen Kindergarten, oder aber er pennt irgendwann ein (und nietet dann DEIN Kind um)!
Dann ist das Geschreie gross:“Blöder Kutscher, sowas sollte man verbieten, überwacht das denn keiner, hat der kein Gewissen?“ und all solche blöden Sprüche! Dann ist nur noch der Berufskraftfahrer Schuld und der Chef/Disponent darf froh und munter sein Unwesen weiter treiben!
Auch wenn ich selbst Berufskraftfahrer bin und Kontrollen der BAG jedesmal höchst unangenehm finde – die kontrollieren noch VIEL ZU WENIG!
Ich hoffe, dass Du Jericho, mit Deiner Meinung ganz gewaltig auf der Fresse landest!
@Turboprinz: Sorry für meine erste und gleich hastige Meinung in Deinem Blog!
Schon recht!
Immer schön drauf auf den Chef!
Habt Ihr Euch schonmal Gedanken über Lohnnebenkosten gemacht?
Es hat niemand behauptet, das LKW-Fahrer ein leichter Job ist!
Aber man muß eben auch was tun für sein Geld!
Aber nicht durch überstunden sein und das leben der Anderen aufs Spiel setzen!!!
@ Jericho: Deiner Meinung sollte man also gegen geltende Vorschriften und Gesetze verstoßen um seinen Job zu behalten? Es geht heribei ja nicht darum, Abends noch ne Stunde im Büre zu bleiben, sondern um eine (im schlimmsten Fall tödliche) Bedrohung für den Fahrer des LKW und die übrigen Verkehrsteilnehmer.
Und jetzt Schlagwörter wie Lohnnebenkosten einzuwerfen ist albern, immerhin ist das ein Problem ALLER Arbeitgeber in Deutschland und nicht nur eins der Speditionsunternehmer.
idioten job
liebe arbeitslos
Lieber Herr Anonym.
Weder ist der Beruf des Berufkraftfahrers ein Idiotenjob, noch ziehe ich es vor, lieber arbeitslos zu sein.
Die Qualifikationen eines gelernten BKFs übersteigen bei weitem die vieler anderer Berufe!
So kurbelt da nicht nur ein Dümmling den ganzen Tag am Lenkrad herum. Vielmehr ist er ein Profi in Geographie, Routenplanung, Ladungssicherung, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, KFZ-Technik, etc pp, und hat eben nicht nur den Lappen aus Spaß an der Freude gemacht.
Es ist aber auch ein Beruf, der allgemein verkannt wird in seiner komplexen und schwierigen Konstellation, nicht zuletzt durch den deutschen Bürger, der im Normalfall über seine 4,50m Blech nicht hinausdenken kann.
Also lieber Herr Anonym.
Ich möchte Sie bitten, diesen Beruf etwas ernster zu nehmen, denn wenn es diesen nicht gäbe, könnten Sie sich Ihr Glas Milch täglich selbst auf der Weide zapfen…..!